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| Mit Kleinkindern auf Fernreisen verzichten | | Drucken | |
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Grundsätzlich spricht nichts dagegen, mit kleinen Kindern zu verreisen, jedoch sollte das Reiseziel dem Alter angepasst sein. Man sollte sich gutüberlegen, ob man mit Kleinkindern unter drei Jahren eine Fernreise machen möchte. Nicht nur weil der lange Flug für die Kleinen besonders anstrengend ist, sondern auch, weil eventuell Impfungen nötig sein könnten, beispielsweise gegen Cholera, Gelbfieber oder Typhus. Ist sogar eine Malariaprophylaxe angeraten, sollte mit Kleinkindern und Säuglingen eine Reise in das Risikogebiet vermieden werden. Denn auch die Mückenschutzmittel, die ein Teil der Prophylaxe sind, sollten erst bei Kindern über zwei Jahren angewandt werden. Zwar ist es möglich, gestillten Kindern eine chemische Prophylaxe zu verabreichen, jedoch ist dies aufgrund der Nebenwirkungen nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung empfehlenswert. Eltern sollten vor der Buchung in jedem Fall Informationen bei einem Tropenmediziner einholen. Denn noch immer sterben jedes Jahr laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation rund 1,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Malaria. Und auch das weit verbreitete Dengue-Fieber kann für kleine Kinder besonders schlimm verlaufen. Nicht nur in Asien, Afrika und Südamerika lauern Krankheitsgefahren, auch im europäischen Auslandgibt es Krankheitserreger, gegen die ein Kind geimpft sein sollte. Polio, Diphtherie und Tetanussind ein Muss, Hepatitis A sollte ebenfalls auch bei Reisen nach Italien und Spanien geimpft werden. Empfehlenswert ist auch eine Kombi-Impfung gegen Masern, Röteln und Mumps. Reiseschutzimpfungen werden übrigens von einigen Krankenkassenübernommen, wenn sie für das jeweilige Reiseziel vom Auswärtigen Amt empfohlen sind. Mit ins Gepäck gehört eine Notfall-Reiseapotheke, die Ihnen Ihr Apotheker gerne zusammen stellt. Neben einem Schmerz- und Fiebersaft gehören auch Mittel gegen Durchfall und Erbrechen dorthinein, ebenso ein Fieberthermometer, Nasenspray, Verbandszeug und Desinfektionsmittel. Wichtig ist guter Sonnenschutz. Kleinkinder sollten noch gar nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden, müssen aber auch unter dem Sonnenschirm aufgrund der Reflektionen immer eingecremt werden. Ein Blick auf das Haltbarkeitsdatumverrät, ob man dem angegebenen Lichtschutzfaktor noch vertrauen kann. Denn durch die Lagerung kann die Schutzfunktion nachlassen.
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